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Hilflose Wohnraumstrategie des Stadtrates

27. Januar 2026 – Die Mitte fordert neben den bereits bestehenden städtischen Wohnraummassnahmen eine Umsetzung der Aufstockungsinitiative. Die vom Stadtrat beschriebenen zusätzlichen «Massnahmen» hält sie für wirkungslos oder sogar kontraproduktiv.

Die Wohnraumpolitik des Stadtrates auf den Punkt gebracht: Man will noch mehr von derselben teuren Medizin, in der Hoffnung, dass sie irgendwann anfängt wie gewünscht zu wirken:

  • So soll es einen noch hitzigeren Ausbau des städtischen Wohnraumangebots geben, beispielsweise durch den Erwerb bestehender Immobilen. Die Mitte bekennt sich zum sogenannten Drittelsziel – durch Zubauten. Die Stadt selber darf aber nicht zum Preistreiber werden.
  • Der Stadtrat will die privaten gemeinnützigen Wohnbauträger noch stärker einschränken und den eigenen Regeln unterstellen. Ein kontraproduktiver Schritt, will man diese ermutigen sich stärker zu engagieren.
  • Weiter setzt der Stadtrat auf eine ganze Liste von Massnahmen (zusätzliche Betreuungsangebote, neue Koordinations- und Dialogformate, weitere Austausch- und Kooperationsgefässe), welche die Prozesse für private und private gemeinnützige Bauträger lediglich zusätzlich verteuern und massiv in die Länge ziehen, ohne einen konkreten Nutzen.
  • Zudem soll der bereits gut dokumentierte Zürcher Wohnungsmarkt nochmals ein weiteres zusätzliches Monitoring erhalten.

Insbesondere die Grund zur Sorge gebende immer stärkere Verschiebung der Eigentümerschaft von natürlichen Personen hin zu juristischen Personen wird sich in dieser Konstellation weiter verschärfen und damit den Aufwertungsdruck auf die Mieten noch weiter erhöhen.

Der Stadtrat übersieht, dass die Stadt zunehmend in ihrer Rolle vom Partner zum Konkurrenten der privaten und privaten gemeinnützigen Bauträgerschaften wechselt.

Die Mitte bedauert in diesem Zusammenhang, dass der Stadtrat die von der Mitte, FDP, GLP und SVP unterstützte Aufstockungsinitiative, die für mehr quartierverträglichen und nachhaltigen Wohnraum durch Aufstockung sorgen würde für ungültig erklären möchte.

Der Stadtrat versucht im Fazit seit über 20 Jahren erfolglose Mittel weiter auszubauen, statt neue Wege zur Lösung des knappen Wohnungsangebot zu gehen.